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Zeitgeschichtliche Tagung "Frühjahr 1945 in Brandenburg"
Am 23. Oktober fand, organisiert durch die "AG-Zeitgeschichte" aus Zossen, eine Tagung mit Ortsbesichtigungen zu den Ereignissen vom Ende April 1945 im Raum südlich Berlins statt. Die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkrieges wurde rund um die Orte Halbe und Teupitz zwischen der 9. und 12. Armee und den Berlin einkreisenden sowjetischen Armeen geführt. Robert Brumme von der "AG-Zeitgeschichte" führte die Besuchergruppe auf dem Friedhof von Halbe beginnend, zu einigen Orten des damaligen Kampfgeschehens. Bei schönstem Herbstwetter in friedlichen Waldstücken oder am Forsthaus Birkholz kam dennoch keine Ausflugsstimmung auf, zu bedrückend waren die kenntnisreichen Schilderungen von Robert Brumme oder der ebenfalls an der Geschichte der Gegend arbeitenden Försterin Frau Stiehl.

Oben: Auf dem Soldatenfriedhof wurde ein Blumengebinde zum Gedenken an alle Opfer der Schlacht niedergelegt.
Der abschließende Fachvortrag wurde vom Jüterboger Historiker und Chronisten Henrik Schulze in Zossen/Wünsdorf gehalten. Eindringlich schilderte er die übergeordneten Zusammenhänge, aber auch detailiert Einzelheiten der Schlacht. Einige anwesende Zeitzeugen konnten aus eigenem Erleben berichten. Allen Teilnehmern, unter denen sich erfreulich viele junge Menschen befanden, wurde so die Sinnlosigkeit und Grausamkeit des Krieges eindringlich vor Augen geführt.
Fliegerische Aspekte, die Henrick Schulze extra ansprach, waren z.B. der Abschuß zweier Lufthansa Maschinen über dem Kampfgebiet und der verzweifelte Einsatz von Selbst-Opfer-Fliegern gegen die Oderbrücken. Einem Zeitzeugen, der sich an den Einsatz eines Düsenjägers über dem Kampfgebiet erinnerte, konnte DAEDALUS bestätigen, dass auch Strahler in die Bodenkämpfe eingegriffen haben.
Unten: Ein nachdenklicher Klaus Schlingmann auf dem Soldatenfriedhof von Halbe.

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Daedalus beim Gatower Flugplatzfest 2009
Bei strahlendem Sonnenschein war das Flugplatzfest 2009 des Luftwaffenmuseums bestens besucht. Die verschiedenen Aussteller waren in eigens errichteten Zelten untergebracht, die Modellbauer konnten ihre empfindlichen Exponate im Hagar 3 präsentieren. Das Daedalus-Zelt steht hier in am ersten Morgen vor Beginn des Festes noch in Erwartung der Besucher.

Im Zelt wurden erstklassige Stücke gezeigt, links das Heck einer Fi 103 und eine Gleitbombe GB4; die Daedalus-Plakate im Hintergrund gaben den Besuchern weitere Informationen und Details zu den Exponaten. Ein vor dem Zelt aufgestelltes Heckteil einer Fi 103 (V1) im Bergungszustand verdeutlichte die Arbeit, die zu leisten war, bis ein derartig schönes Stück, wie das Heck mit Steuerung daraus entsteht.

Großes Interesse rief immer wieder der Junkers Jumo 213-Motor der Focke Wulf 190 Dora hervor. So einen Blick in das Innenleben wird einem in einem Museum selten gestattet. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen fleißigen Helfern des Museums bedanken, die unermüdlich dafür gesorgt haben, das dieses schöne Flugplatzfest ein voller Erfolg wurde.

Oben: Der Leiter des Luftwaffenmuseums, Oberstleutnant Leonhardt, besuchte alle Aussteller am Beginn des ersten Tages persönlich. Im Gespräch mit Klaus Schlingmann äußerte er sich zufrieden über die bisherige gute Zusammenarbeit. Frau Schlingmann hatte kurz darauf alle Hände voll zu tun. Ihre Idee, Besucher kostenlos mit Kaffee und Kuchen zu versorgen fand großen Anklang.
Unten: Kaum zum Kaffee-trinken kam dagegen Lothar Nürnberg. Ständig war er in Gespräche vertieft. Das Flugplatzfest erwies sich für Daedalus als hervorragende Kontaktbörse. Von interessierten Besuchern, über ernsthafte Amateur-Historiker bis hin zu Menschen, die selbst an einer Restaurierung arbeiten - Diskussionsstoff gab es genügend.


Oben: Kompletiert wurde unsere kleine Ausstellung durch die Dampfanlage der A4-Rakete und den Einbaurahmen einer Fritz-X.
Bei Daedalus über die Schulter geschaut:
Einige wenige Bilder sollen hier einmal die Menschen zeigen, die hinter der Arbeit von Daedalus stecken.

Hochkonzentriert bereitet Lothar Nürnberg das Kurbelgehäuse des Jumo 213 zum Lackieren vor. Neben Lothar steht der neu gegossene Deckel, auf der anderen Seite ist das fast fertige Drehgestell für den Motor zu sehen.

Stück für Stück entsteht der geborgene Jumo 213 unter den Händen von Klaus Schlingmann neu. Weitere Fotos von der Restaurierung des Motors finden sich im Kapitel "FW 190 D-9 Technik" im Abschnitt "09 Triebwerk".
Groß ist dann auch die Freude, wenn wieder ein wichtiger Abschnitt geschafft ist!


Vollends in seinem Element: Wolfgang-D. Schröer bei den Untersuchungen zur Steuerung der Fritz-X.
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